Wohnmobilrecht

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Feuchtigkeitsschäden am Wohnmobil

Feuchtigkeitsschäden am Wohnwagen oder Wohnmobil

Immer wieder kommt es an den Fahrzeugen zu Feuchtigkeitsschäden. Wahrscheinlich lassen sich Produktionsfehler dieser Art niemals ganz vermeiden, denn: Alle diese Fahrzeuge werden überwiegend in Handarbeit zusammengefügt. Da passieren Fehler. Wenn so etwas passiert, ist dies letztlich nicht weiter tragisch, wenn sich die Händler und Hersteller nur anständig und richtig um die nachhaltige Schadensbeseitigung kümmern. Dies scheint aber nicht immer der Fall zu sein.

Üblich ist, die undichten Stellen abzudichten, das Fahrzeug gut zu lüften und in die Sonne zu stellen oder die Heizung auf Höchsttemperatur zu stellen. Dann wird das nachgearbeitete Fahrzeug wieder zurückgegeben. Mit dem üblichen, die Oberfläche messenden Feuchtigkeitsmessgerät wird dem Kunden „bewiesen“, dass alles trocken sei.

Das Fahrzeug ist nämlich zunächst soweit zu demontieren, dass der Schaden insgesamt festgestellt und dann vor allem zunächst ausgetrocknet werden kann. Dies ist zu dokumentieren durch fortlaufende Messungen an den betroffenen Stellen. Erst wenn die Austrocknung beendet ist, was einige Tage dauern kann, ist mit dem Wiederaufbau zu beginnen. Ist das Wasser bereits in tiefer liegende Schichten gelaufen, kann dieser Aufwand letztlich größer sein, als die Abdichtung an sich. Man stelle sich nur vor, das Wasser ist in die Wände und bis in die Fußbodenkonstruktion gelaufen. Nach außen und oder unten kann es nicht weg, weil dort wasserdichte Schichten (Alu, GfK, Kunststoff, Unterbodenschutz usw.) vorhanden sind. Innen sind oft Dampfsperren, Kunststofffolien, PVC-Fußböden montiert, durch die ebenfalls eingedrungenes Wasser nicht so ohne weiteres verdunsten kann. Das Wasser wird also über sehr lange Zeit in den Bauteilen bleiben, wenn es erst einmal soweit gekommen ist und sich in der Konstruktion befindet.

Die undichte Stelle selbst ist also nicht das wirkliche Problem. Sikaflex drauf und fertig. So also bitte nicht ...

Ich würde schriftlich auf dieser Reparaturmethode bestehen, also erst demontieren, dann austrocknen und schließlich wieder dicht zusammenbauen, angemessene Fristen setzen (lieber zu lang als zu kurz) und darauf bestehen, dass die Messungen protokolliert werden. Ideal wäre, man könnte die vollkommene Austrocknung selbst in Augenschein nehmen oder durch einen Gutachter feststellen lassen. Dann wird auch das Vertrauen in das Produkt wieder hergestellt sein. Ein seriöser Händler oder Hersteller wird dem zustimmen, denn er hat nichts zu verbergen.

Sollte diese Methode abgelehnt werden, würde ich ein Beweisverfahren bei Gericht einleiten, einen Fachgutachter beauftragen und mir dadurch bestätigen lassen, dass nur dieser Weg richtig ist. Wird dann wieder abgelehnt, tritt man vom Vertrag zurück.

Bitte beachten: Diese Beiträge erläutern den rechtlichen Zusammenhang und helfen, den Überblick hinsichtlich der jeweiligen Anspruchsgegner zu bewahren.

© RA Ulrich Dähn, Bad Hersfeld, Seilerweg 10

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